Was kostet eine Webseite wirklich? Eine ehrliche Antwort.
„Webseite ab 0 €“ verspricht der Baukasten, 30.000 € ruft die Agentur auf. Beides kann stimmen – und beides kann Geldverschwendung sein. Hier ist die ehrliche Einordnung.
Die realistischen Preisspannen 2026
- Baukasten selbst gemacht (0–30 €/Monat): Funktioniert, wenn Sie Zeit, Geduld und ein Auge für Gestaltung haben. Die meisten Selbstbau-Seiten erkennen Kunden allerdings sofort – und das färbt auf die wahrgenommene Qualität Ihrer Arbeit ab.
- Freelancer (800–3.000 €): Große Spannbreite in der Qualität. Gut, wenn Sie jemanden mit Referenzen aus Ihrer Branche finden. Risiko: Erreichbarkeit nach Projektende.
- Spezialisierte Studios (1.500–8.000 €): Der Sweet Spot für den Mittelstand. Individuelles Design, saubere Technik, SEO-Grundlagen – ohne Konzern-Overhead.
- Full-Service-Agenturen (10.000 € aufwärts): Lohnt sich bei komplexen Anforderungen: Mehrsprachigkeit, Schnittstellen, große Shops. Für eine normale Unternehmensseite zahlen Sie hier vor allem Meetings mit.
Was den Preis wirklich treibt
Vier Faktoren bestimmen fast jeden Webseiten-Preis: der Umfang (Anzahl der Seiten und Funktionen), die Inhalte (sind Texte und Bilder vorhanden oder müssen sie erstellt werden?), die Individualität des Designs (Vorlage vs. maßgeschneidert) und die Betreuung danach. Wer beim Anbieter nachfragt, welcher dieser vier Punkte den größten Anteil am Angebot hat, erkennt schnell, ob sauber kalkuliert wurde.
Woran Sie unseriöse Angebote erkennen
- Keine Preisangabe vor dem Vertrag: Wer erst nach drei Terminen einen Preis nennt, kalkuliert nach Ihrem Budget statt nach Aufwand.
- Die Seite gehört nicht Ihnen: Vorsicht bei Miet-Modellen, bei denen Domain oder Inhalte beim Anbieter bleiben. Kündigen Sie, ist alles weg.
- „SEO inklusive“ ohne Details: Echte Suchmaschinenoptimierung ist konkret benennbar – Ladezeit, Seitenstruktur, Texte. Alles andere ist ein Werbewort.
- Kein Wort zu laufenden Kosten: Hosting, Domain, Wartung – seriöse Anbieter weisen das vorher aus (realistisch: 15–50 €/Monat).
Die wichtigere Frage: Was bringt sie ein?
Eine Webseite ist kein Kostenpunkt, sondern ein Verkäufer. Die richtige Rechnung lautet: Was ist ein neuer Kunde für Sie wert? Wenn ein Auftrag bei Ihnen im Schnitt 2.000 € bringt, hat sich eine 2.900-€-Webseite mit zwei zusätzlichen Anfragen bezahlt gemacht – alles danach ist Gewinn. Genau deshalb sollte Ihre Entscheidung nicht „Was ist am billigsten?“ lauten, sondern „Was bringt am verlässlichsten Anfragen?“.
Was würde Ihre Webseite kosten?
In 60 Sekunden wissen Sie es – ohne Anmeldung, ohne Verkaufsgespräch.
Nico Irle
Inhaber Movewerk · Videoschnitt, Webdesign und Fotografie für den Mittelstand in Siegen. Mehr über uns